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Politisches Seelenheil als Ersatzreligion

So oder so: Die Bischöfe beider Seiten treten im Habitus des vergangenen Jahrhunderts auf – so, als existierten die Volkskirchen der alten Bundesrepublik noch. Sie sind aber längst in einem postchristlichen Umfeld angekommen, zwischen Diaspora und Katakombe. Statt demgemäß zu handeln und die Gemeinden zu sammeln und zu festigen, geben sie den politischen Anspruch nicht auf. Nach aktuellem Stand bekennen sich nur noch etwas mehr als 13 Prozent zu einer der christlichen Konfessionen.

Zum Vergleich: Damit ist der Anteil der Christen in Sachsen-Anhalt etwa so hoch wie früher in Syrien oder dem Irak vor dem Exodus der christlichen Minderheiten. Er ist nur unwesentlich höher als der Anteil der Kopten in Ägypten (zwischen 10 und 15 Prozent). Bahrain dürfte mit etwa 14 Prozent vergleichbar christlich sein. Sachsen-Anhalt ist demnach mindestens Missionsgebiet.

Das wäre eigentlich – wie erwähnt – Potenzial, sich auf die eigentliche christliche Botschaft zu konzentrieren. Siegmund, der als Katholik getauft wurde, habe das gemeinsame Gespräch vor seinem Austritt mit Feige gesucht, so der Bischof selbst. Nach Aussage Feiges seien die Positionen „unversöhnlich“ gewesen. Vermutlich habe er Siegmund sogar als Jugendlichen gefirmt.

Aber auch das bestätigt: offenbar stehen Glaubensfragen hinter den politischen Fragen zurück. Don Camillo und Peppone sind auf dem altmärkischen Land nicht möglich, weil dort Politik von Person nicht mehr unterschieden werden kann. Das politische Seelenheil ist wichtiger geworden.

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Quelle:

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Halten wir fest: Die deutschen Bischöfe, sonst so auf Konzilianz und sanfte Worte bedacht, sagen, dass die Leute die politischen Entscheidungen „nicht verstehen“. Sie seien deswegen verunsichert und wütend; nicht etwa, weil der Sprit teurer wird, die Höfe wegsterben, die Gastronomie ächzt und der Regierung angesichts der Krise nichts weiter einfällt, als weitere Abgaben zu erheben. Deutschland ist in der Rezession und die Bischöfe rufen nicht die Regierung dazu auf, ihrer Verantwortung bewusst zu werden, sondern wenden sich den Wählern zu, dass sich diese am Riemen reißen sollten. Am besten dasselbe wählen, damit es besser wird?

Die bis dato schon bestürzende Regierungsnähe bekommt mit diesem „Gemeinsamen Wort“ eine ganz neue Dimension. Dem Volk muss man die weisen Beschlüsse der Regierung nur erklären. Dass diese nicht inhärent schlecht sind, steht nicht zur Disposition. Zuletzt rufen die Hirten dazu auf, für eine freie und vielfältige Gesellschaftsordnung auf der Grundlage des Grundgesetzes einzutreten. „Wählen Sie verantwortungsvoll“, rufen die Bischöfe auf. Viele Ostdeutsche werden dies in der Tat als Appell verbuchen. Allerdings mit einem anderen Ausgang, als die Kirchenvertreter dachten.

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  • Weekly Update 16 Oct 2026

    Treasuries rose, cryptocurrencies fell, and all other asset classes were mixed. The largest gainers were coffee, up 6.4%, long term bonds, up 2.6%, and cotton, up 2.1%. The largest losses were in Japanese stocks, down 5.5%, and silver, down 4.2%.

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  • Weekly Update 2 Oct 2026

    National currencies rose, but all other asset classes were mixed. The largest gainers were coffee, up 5.4%, the Nikkei index, up 5.3%, and the Russian Ruble (not in table), up 3.7%. The largest losses were in gold stocks, down 4.7%, and silver, down 4.5%.

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  • Weekly Update 25 Sep 2026

    National and crypto currencies rose, but all other asset classes were mixed. The largest gainers were all in crypto: the CCi30 index, up 9.6%, Bitcoin, up 6.1%, and Ethereum, up 5.1%. Outside of crypto, the big winners were cotton, up 4.1%, and copper and the S&P 500, up 3.3% each. The largest losses were in crude oil, down 6.0%, and palladium, down 2.5%.

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  • Weekly Update 18 Sep 2026

    Crypto and bonds rose, but all other asset classes were mixed. The largest gainers were the CCi30 crypto index, up 9.0%, silver, up 5.9%, and Bitcoin, up 5.7%. The largest losses were in coffee, down 9.8%, and cotton, down 5.2%.

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